„Fußballteams, die keine Leistung mehr bringen und die jedes Jahr in noch tiefere Ligen absteigen, versuchen sich verzweifelt mit der Durchführung von Geburtstagsfeiern oder Grillpartys moralisch über Wasser zu halten.“ 
(Fritz B. Simon)


Referent:
Prof. Dr. Manfred Borutta
Pflegewissenschaftler (MScN)
Dipl.-Pflegewirt
Altenpfleger

Umfang: 2 Tage (16 Ustd.)

Deeskalierende Pflege demenziell veränderter Menschen

Verständnishilfen und Lösungsansätze im Umgang mit erfahrener und beobachtbarer Gewalt in der Pflege

Gewalt und Aggression stellen in der Pflege ein mehrdimensionales  Phänomen in der Pflege dar. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine bedeutsame Rolle. Selten lassen sich „Opferrolle“ und Täterschaft“ klar und eindeutig voneinander trennen. Dramatisierung und wertende Empörung helfen Beteiligten wie Betroffenen im Alltag nicht weiter.

Das Seminar bietet Pflegenden auf zwei Ebenen Unterstützung:

Zunächst sollen in einem ersten Schritt auf der Analyseebene unterschiedliche Faktoren die zur Gewaltentstehung und zur Gewaltauslösung beitragen, verdeutlicht werden.

In einem zweiten Schritt sollen präventive Aspekte (u.a.: assertive Haltung nach H. Aebli) vorgestellt und erörtert werden. Dabei werden Herangehensweisen erörtert, die eine Konfrontation vermeiden helfen und dort wo diese bereits entstanden ist (in akuten Bedrohungssituationen), deeskalierend wirken können. Da wir den demenziell veränderten  Menschen in seinen Verhaltensweisen nicht ändern können, lautet das Motto des Seminaransatzes: Änderung geht nur über Selbständerung.

 
Die folgenden Schwerpunkte stehen dabei im Vordergrund:

  • Wie entsteht das Phänomen Gewalt und wie ist es von anderen Phänomenen abzugrenzen?
  • Welche prädisponierenden, vermittelnden und auslösenden Gewaltfaktoren müssen beachtet werden?
  • Welche Rolle spielen soziale Stützsysteme?
  • Welche präventiven Maßnahmen sind im Alltag hilfreich und effektiv?
  • Welche Rolle spielen Fallarbeit und Pflegeplanungsgespräche in der Gewaltminimierung?
  • Wie können Pflegende sich in konkreten Bedrohungssituationen vor Übergriffen schützen?
  • Was können und sollten Pflegende zur Wahrung ihrer eigenen Integrität tun?


Methoden:

Erfahrungsübungen anhand konkreter Praxisbeispiele
Vortrag, Gruppenarbeit

 
Prof. Dr. Manfred Borutta • Hauptstraße 118 • 52159 Roetgen
Tel.: 0179-9238415 • EMail info.drop-this@ignore-this.manfred-borutta.de